Unsere traditionell stattfindende jährliche Vereinswanderfahrt über die Pfingsttage führte uns dieses Mal ins Lahntal bei Weilersburg-Odersbach.

Bereits Freitagvormittag machte sich eine kleine Vorabgruppe der Wanderfahrer auf den Weg, um zu den von Köln aus ca. 1,5h entfernten Campingplatz aufzubrechen. Mit im Gepäck: unsere beiden Großcanadier (die Bütt und der Labbes), das Gemeinschaftszelt, Sitz- und Tischgarnituren, Kühlschrank, Gasgrill, Paddelzeugs etc. etc. Also eine ganz schöne Gepäckbelastung, welche unser Vereinsbus – unerschrocken gesteuert durch unsere Wanderwartin Margot- recht mühevoll bewerkstelligen musste.

Doch all die Anstrengungen der Busfahrt und die Pflichten wie das Aufbauen des Zeltes und des Gemeinschaftsbereichs, das Stellen der Wohnwagen sowie das Rangieren des wuchtigen Canadierhängers wurden schnell vergessen, denn die äußeren Bedingungen waren absolut fantastisch: ein idyllisch gelegener Campingplatz direkt an der ruhig fließenden Lahn, bestes Wetter, eine frohgemute bunte Vereinstruppe (insgesamt 16 Teilnehmer), die mit Lust und Engagement auf die nächsten Tage blickte und die Aussicht auf einen gemeinschaftlichen Abend mit Grillen und kalten Getränken in der freien Natur.

Blick auf den Campingplatz in den frühen Samstagmorgenstunden….
Ein Zeichen gesetzt!

Erste Etappe: Oberbiel – Campingplatz Odersbach (ca.23km)

Samstag früh dann die erste Tour: Unser Startpunkt lag nahe der ca. 20km entfernten Schleuse in Oberbiel. Von dort aus stiegen wir gut gelaunt und zuversichtlich bei besten äußeren Bedingungen in die beiden Großcanadier. Da die Lahn auf dem ersten Abschnitt unser Tour fast keine Strömung aufweist, kamen beide Bootsbesatzungen recht schnell ins Schwitzen… Zum Glück gab es immer wieder Zwangsunterbrechungen, bedingt durch die zahlreichen Staustufen und Schleusen, an denen wir pausieren konnten.

Labbes und Bütt flink voran auf den ersten Metern
aber dann Warten in der Schleuse….
und ein weiteres Mal warten….

Der Weilburger Schiffstunnel

In der dortigen Doppelschleuse dann plötzlich kurzfristig Unruhe und Drängelei: viele Bootswanderer mit unterschiedlichen Bootstypen und in verschiedenen Altersklassen, kuriose Gruppenzusammensetzungen usw. füllten die Schleuse nahezu komplett aus. Ein starkes Kontrastprogramm zu der bis dato ruhig verlaufenden und beschaulichen Bootsfahrt…

Einfahrt in den Lahntunnel

Von dort aus waren es nur noch wenige Flusskilometer abwärts und wir gelangten schließlich direkt zur Ausstiegsstelle an unserem Campingplatz. Dort konnten wir praktischerweise die Boote lagern, sodass keine aufwendige Pack- und Rückfahraktion mehr anstand.

Nach getaner sportlicher Betätigung dann die verdiente kulinarische Verköstigung mit gemütlichen Beisammensein an unser „Basis“….

erfrischendes Belohnungsgetränk nach der ersten Tour
Nachtruhe für die Boote

2. Etappe: Camping Odersbach nach Runkel (ca. 22km)

Die zweite Etappe am Sonntag gingen wir dann etwas ruhiger an: Einige Teilnehmer zogen die Erkundigung der Umgebung auf dem Landweg (wandern) dem Wasserwandern vor, so dass die Bootsbesatzungen etwas ausgedünnter im Vergleich zum Vortag waren…

Aber auch diese Etappe war von abwechslungsreicher landschaftlicher Schönheit geprägt…

imposante Felsformation am Flussrand

und wurde immer wieder unterbrochen durch Schleusenpausen:

Nach ca. vier Stunden Fahrtzeit gelangten wir dann schließlich in das schön gelegene Kleinstädtchen Runkel, dessen Burg eindrucksvoll über dem Ortskern thront:

Zufahrt auf Runkel
Altstadt und Brücke in Runkel

Von Runkel aus dann Rückkehr zum Campingplatz. Und dort beschlossen dann einige Unerschrockene unsere Lahntour mit einem abschließenden erfrischenden Bad im Fluss zu beenden:

Ausbaden in der Lahn

Der letzte Abend stand dann ganz im Zeichen der Rückschau auf das Geleistete und dem Ausblick auf neue Taten im nächsten Jahr… Wohin es uns dann ziehen wird, steht noch nicht ganz fest. Aber es wird mit Sicherheit eine ähnlich schöne Tour wie dieses Jahr!

Adieu Lahn!
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